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Studie: Datennutzung ist an Deutschlands Schulen vielerorts etabliert

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Die Mehrheit der Schulleitungen in Deutschland nutzt Daten aktiv in ihrem beruflichen Alltag. Rund die Hälfte steht einer datengestützten Arbeitsweise grundsätzlich positiv gegenüber. Auch institutionell ist die Datennutzung an vielen Schulen bereits verankert. Allerdings schätzen viele Schulleitungen ihre Kompetenz, ihre Schule auf Basis von Daten verändern zu können, eher mittelmäßig oder gering ein. Das zeigt die repräsentative Studie „Schulleitungsmonitor Deutschland“, für die 1.357 Schulleitungen aller allgemeinbildenden Schulformen aus sämtlichen Bundesländern befragt wurden. Die Wübben Stiftung Bildung hat die Studie bei der Pädagogischen Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz in Auftrag gegeben. Durchgeführt wurde sie in Kooperation mit der Leuphana Universität Lüneburg, der Universität Konstanz und der Pädagogischen Hochschule Thurgau.

Der Studie zufolge setzen sich 77,6 Prozent der befragten Schulleitungen mit Daten ihrer Schule intensiv auseinander. 58,6 Prozent reflektieren die Qualität der eigenen Arbeit auf der Basis von Daten. Mit Blick auf die institutionelle Verankerung stimmen 70,3 Prozent der Schulleitungen zu, dass es an ihrer Schule eine klare Vorstellung gibt, wie Daten verwendet werden sollen. Ähnlich viele bestätigen, dass an ihrer Schule als enges Team zusammengearbeitet wird, um Daten zu nutzen (69,2 Prozent).

Dr. Markus Warnke, Geschäftsführer der Wübben Stiftung Bildung, erklärt dazu: „Es ist ein gutes Signal, dass die Mehrheit der Schulleitungen in Deutschland bereits datengestützt arbeitet. Gleichzeitig zeigt die Studie klar: An etwa jeder dritten Schule ist eine Kultur der Datennutzung noch nicht ausreichend verankert. Das muss sich zum Wohl der Schülerinnen und Schüler ändern. Denn wenn Daten systematisch und an klaren Zielen orientiert genutzt werden, können sie den Unterricht verbessern und Schülerinnen und Schüler wirksamer unterstützen.“

Trotz hoher Belastung große Arbeitszufriedenheit

Der Schulleitungsmonitor Deutschland zeigt zugleich, dass die Arbeitsbelastung der Schulleitungen hoch ist. Fast neun von zehn Befragten (86 Prozent) stimmen zu, zu wenig Zeit zu haben, um die täglichen Aufgaben zu erledigen. Knapp die Hälfte der Befragten (49,2 Prozent) kann trotz vollem Einsatz die Aufgaben nur unzureichend erfüllen. Dennoch ist die Arbeitszufriedenheit insgesamt hoch: 81,6 Prozent der Befragten geben an, richtig Freude an ihrer Arbeit zu haben. Zudem stimmt die Mehrheit der Schulleitungen zu, in ihrer Arbeit aufzugehen (78,4 Prozent) und durch ihre Tätigkeit inspiriert zu werden (74,7 Prozent).

„Die wahrgenommene Arbeitsbelastung der Schulleitung ist seit 2019 kontinuierlich gestiegen. Zugleich ist die Arbeitszufriedenheit seit 2019 insgesamt gesunken. Diesen Trend gilt es dringend umzukehren“, betont Prof. Dr. Pierre Tulowitzki, Leiter der Studie. „Es ist wichtig, Schulleitungen zu entlasten und in ihrer Führungsrolle zu stärken, denn sie tragen maßgeblich dazu bei, dass Schulen erfolgreich sind und Kindern bestmögliche Chancen auf Bildung bieten.“

Hintergrundinformationen zur Studie

Ziel des „Schulleitungsmonitor Deutschland“ ist es, die Arbeitssituation und das Handeln von Schulleitungen in Deutschland systematisch zu erfassen. Er basiert auf dem Forschungsprojekt „Leadership in German Schools“ (LineS) an, in dessen Rahmen zwischen 2019 und 2021 bereits Schulleitungen mit Blick auf ihre Karriereverläufe befragt wurden, und knüpft an die Erhebungen aus dem Jahr 2022 an. In der Erhebung 2025 sind zudem systematisch Angaben von Schulleitungen an Schulen in herausfordernder Lage mit denen von Leitungen anderer Schulen verglichen worden. Innerhalb der Wübben Stiftung Bildung wird der „Schulleitungsmonitor Deutschland“ vom impaktlab, der wissenschaftlichen Einheit der Stiftung, verantwortet.

Download der Studie „Schulleitungsmonitor Deutschland – Zentrale Ergebnisse aus der Erhebung 2025″

Mehr Informationen zum Schulleitungsmonitor und den wissenschaftlichen Gesamtbericht finden Sie hier

Ansprechpartnerin für inhaltliche Fragen:

Wübben Stiftung Bildung

Ansprechpartnerin für die Presse:

Wübben Stiftung Bildung